Archiv für June, 2009

Waschmittel aufs Handy?

Es gab Zeiten, da fasste man sich noch kurz, wenn man mit dem Handy telefonierte. Weil die hohen Mobilfunktarife beim Blick aufs Konto schnell für ein böses Erwachen sorgten. Heute ist das anders. Angesichts günstiger Flatrates ist die Hemmschwelle vor der ausgiebigen Handy-Nutzung drastisch gesunken – viele User verzichten mittlerweile schon völlig auf einen Festnetzanschluss.

Doch wie wäre es, künftig komplett kostenlos mobil telefonieren zu können? Einzige Bedingung: Werbenachrichten auf dem eigenen Handy zu akzeptieren. In Großbritannien kommt das Modell heute schon gut an: Innerhalb eines halben Jahres haben sich bereits an die 100.000 Menschen für einen derartigen Umsonst-Mobilfunk-Dienst angemeldet. Der Handy-Nutzer empfängt dabei am Tag bis zu sechs Werbe-SMS und darf als Gegenleistung 43 Minuten pro Monat kostenlos telefonieren. Nun soll das erfolgreiche Konzept auch in Deutschland und zahlreichen weiteren europäischen Ländern realisiert werden.

Die Möglichkeiten, das Handy als Werbekanal zu nutzen, sind noch lange nicht ausgeschöpft. Für den User gehört das Mobiltelefon zu den persönlichsten Kommunikationsmitteln – er hat es in der Regel überall dabei. Es kommt vor allem darauf an, Werbung über Mobilfunk ganz individuell für den jeweiligen User maßzuschneidern – nur dann wird er sie als nützliche Information und Bereicherung annehmen. Und nur unter diesen Voraussetzungen wird Werbung auf dem Handy Erfolg haben – schließlich kümmert den 15-jährigen Hip-Hopper das aktuelle Waschmittelangebot herzlich wenig, während seine Mutter wahrscheinlich mit den News zu Bushido, Sido & Co. kaum etwas anfangen kann.

Doch das Handy eignet sich wie kaum ein anderes Medium, Werbung ganz gezielt nach persönlichen Adressen zu platzieren. Dienste, bei denen der User per SMS mit seiner Handy-Nummer aktiv Dienste anfordert, tragen ebenso dazu bei wie neue Technologien wie Mobile Tagging. Nutznießer sind beide Seiten: Unternehmen, die ihre Werbung mit minimalen Streuverlusten platzieren können, und der Konsument, der nur Werbung zu Produkten erhält, die ihn tatsächlich interessieren.

Mit Scheuklappen durchs Leben?

Wir sind uns sicher einig: Kinder und Jugendliche sollen nicht zum Tabak- oder Alkoholkonsum verführt werden. Ebenso unerwünscht ist es, Klischees über Geschlechterrollen, Menschen unterschiedlicher Nationalitäten oder ethnischer Herkunft in der Gesellschaft zu zementieren. Natürlich muss es diesbezüglich auch für die Werbung klare Grenzen geben. Doch was tun, wenn die ganze Wirkung von Werbebeschränkungen wegen Schwächen in der Umsetzung völlig verpufft?

Ehrenhafte Absichten und handfeste wirtschaftliche Interessen prallen bei Werbebeschränkungen hart aufeinander. Daraus ergeben sich groteske Situationen wie die Folgende: Bei Jugendsportveranstaltungen darf nicht für Alkohol geworben werden, im Fußball jedoch schon. Überspitzt ausgedrückt: Wäre es da nicht folgerichtig, Jugendlichen im Stadion Scheuklappen zu verpassen, damit sie die Werbung der Brauerei nicht sehen, die ihren Lieblingsverein sponsert? Tatsächlich ist „Koma-Saufen“ bei Jugendlichen heute „cooler“ denn je – das legt die Vermutung nahe, dass die aktuellen, halbherzigen Beschränkungen für Alkoholwerbung völlig ins Leere gehen.

Betrachten wir es realistisch: Der Einfluss von Werbung auf soziale „Dos and don´ts“ kann niemals isoliert vom komplexen Gesamtgefüge aller gesellschaftlichen Strömungen gesehen werden. Solange Phänomene wie Sexismus, Rassismus und Tabak- oder Alkoholkonsum in großen Teilen der Bevölkerung akzeptiert und nicht hinreichend hinterfragt werden, kann Werbung dem zwar positive Zeichen entgegensetzen, aber alleine kein gesellschaftliches Umdenken bewirken.

Wer hier den Schwarzen Peter ausschließlich der Werbeindustrie zuweist, schiebt selbst Verantwortung von sich weg. Jeder Einzelne von uns hat mit seinem Verhalten Einfluss darauf, welche Werte in unserer Gesellschaft das Handeln bestimmen.

Die perfekte Website – mehr als ein virtuelles Schaufenster

Wie oft haben Sie sich im Web schon geärgert über Sites, die zwar ein schickes Flash-Intro bieten, aber auf denen man die Informationen mit der Lupe suchen muss? Sites, deren Menüführung jeglicher Logik entbehrt? Sites, die in Ihrem Browser nicht richtig dargestellt werden? Sites, die kleine Ewigkeiten brauchen, bis sie geladen sind.

Machen Sie es selber besser. Sie wissen: Zeit ist Geld. Eine Website muss den User zwar ansprechen, ist aber in erster Linie nicht virtuelle Spielwiese, sondern Kommunikations-, Informations- und Marketing-Kanal. Im Vordergrund stehen Benutzerfreundlichkeit und die richtigen Inhalte für Ihre B2B- oder B2C-Zielgruppe. Gleichzeitig sollte sich Ihr Internet-Auftritt in Optik, Benutzerführung und Tonality perfekt in Ihr Corporate Design einfügen – damit sich der User sofort bei Ihnen „daheim“ fühlt.

Lassen Sie sich Zeit bei der Gestaltung Ihres Webauftritts. Legen Sie Wert auf eine originelle, unverwechselbare Präsentation. „Schnellschüsse“ führen oft zu fatalen Fehlern, die den Benutzern den Spaß verderben. Schlagen Sie stattdessen zwei Fliegen mit einer Klappe: Sorgen Sie mit relevanten Keywords dafür, dass Ihre Site über Suchmaschinen auch gefunden wird – finden Sie hierfür heraus, welche Begriffe potenzielle Kunden tatsächlich nutzen, wenn sie nach Angeboten wie Ihren suchen. Locken Sie die User immer wieder auf Ihre Site – mit interessantem, regelmäßig aktualisiertem Content. Mit einer klaren Struktur und flexibler Navigation, die in Sekundenschnelle zum gewünschten Ziel führt.

Und denken Sie daran: Das Internet eignet sich nicht nur für die einseitige Kommunikation. Nutzen Sie es nicht nur, um ihre Produkte und Leistungen wie in einem Schaufenster auszustellen. Treten Sie über Ihre Website in einen aktiven Dialog mit Ihrer Zielgruppe – etablieren Sie Diskussionsforen und Communities. Bieten Sie Services und Support explizit über das Internet an. Damit steigern Sie nicht nur Klickraten, sondern machen Ihre Website zu einem effizienten Instrument der Kundengewinnung und -bindung – mit messbaren Erfolgen!

Raus aus dem Elfenbeinturm – fürs Leben lernen!

Frisch von der Uni und schon wissen, wie der Hase im Berufsleben läuft? Das muss kein Widerspruch sein. Gerade im Bereich Marketing und Werbung gibt es in Deutschland zahlreiche engagierte Initiativen, in denen Studierende schon während ihrer Universitätsausbildung handfeste Praxiserfahrung sammeln können.

Studenten-Agenturen wie Töchter + Söhne in Berlin, Die goldenen Zwanziger in Jena oder Werbeliebe in Pforzheim bieten angehenden Marketing-Fachkräften, Mediengestaltern, Betriebswirten oder Informatikern die Möglichkeit, bereits während des theorielastigen Studiums an konkreten Projekten für Auftraggeber aus der freien Wirtschaft mitzuarbeiten. Und manchmal mausert sich ein derartiges Studentenunternehmen dann tatsächlich zu einer „echten“ Werbeagentur – so geschehen beim Bielefelder Medienlabor, das die Schwerpunkte in der Kommunikation auf die Bereiche Recht und Politik legt.

Realisierbar sind solche Projekte nur, wenn bei der Gestaltung des Studiums genügend „Luft“ bleibt, um neben Seminarraum und Hörsaal noch Zeit für die Arbeit in der Agentur zu finden. Eigentlich sollte das auch Ziel unserer Bildungspolitik sein – wird doch oft genug geklagt, hierzulande fehle der Universitätsausbildung der direkte Bezug zur Berufspraxis.

Trotzdem ist der Fortbestand der engagierten Studentenagenturen gegenwärtig akut bedroht: Universitäten setzen immer mehr auf straff durchorganisierte Bachelor- und Master-Studiengänge, in denen der Studierende zwar schneller zu seinem Abschluss kommt, dafür aber auch dicht gepackte Stundenpläne in Kauf nehmen muss. Für eine praxisorientierte „Nebentätigkeit“ bleibt dabei in der Regel kein Spielraum mehr. Vielleicht wäre hier ein Innehalten und Nachdenken darüber angebracht, ob eine weitere „Verschulung“ akademischer Ausbildungsgänge unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten tatsächlich sinnvoll ist. Oder ob es nicht ungleich effizienter wäre, nach einem flexibler ausgelegten Studium „sofort praxistaugliche“ Absolventen in die Arbeitswelt zu entlassen?

Bestens vorbereitet zum Erfolg

Werbung, die wirken soll, schüttelt man nicht einfach so aus dem Handgelenk. Penible Planung und eine saubere, konzentrierte Umsetzung mit klar definierten Zielen ist die Voraussetzung für messbare Erfolge.

Schritt 1: die eingehende Analyse des Ist-Zustands – was zeichnet das Unternehmen aus, wer arbeitet dort? Welche Werte stecken hinter der Marke? Welche Botschaft soll unter die Leute gebracht werden?

Schritt 2: den Soll-Zustand definieren – die Konzeptionsphase verschafft Klarheit über die Ziele, die mit der Werbe-Aktion oder Kampagne erreicht werden sollen. Gilt es, den Bekanntheitsgrad der Marke an sich zu steigern oder Kunden für ein bestimmtes Produkt zu begeistern?

Schritt 3: das Konzept implementieren – eine „Prozesslandkarte“ hilft der Agentur bei der detaillierten Ausarbeitung von Kernbotschaft und Zuständigkeiten – bis hin zur Kommunikation mit dem Kunden.

Schritt 4: das Konzept realisieren – erst jetzt, nachdem alle Details auf die optimale Übermittlung der Kernbotschaft an die Zielgruppen abgestimmt sind, geht es an die Umsetzung der eigentlichen Werbemaßnahmen: Internetseiten werden programmiert, Anzeigen und Flyer gestaltet, Messeveranstaltungen organisiert.

Schritt 5: den Erfolg messen – Natürlich will der Kunde wissen, welche Erfolge mit der Werbe-Maßnahme erzielt werden konnten, ob sich die Investition für ihn auch tatsächlich gelohnt hat. Am besten führt man ihm die Wirkung der Werbe-Aktion mit handfesten Zahlen ganz transparent vor Augen: konnte er beispielsweise auf der Messe die Zahl der qualifizierten Kontakte deutlich steigern? Ist es ihm gelungen, über seine Internetseite Neugeschäft zu generieren? Aber auch wenn es im Detail vielleicht anfangs noch nicht ganz rund läuft, bietet die Auswertung der Messergebnisse klare Vorteile für Kunden und Agentur gleichermaßen: Anhand der Zahlen lassen sich Schwachstellen in Konzept oder Umsetzung sehr schnell aufspüren und idealerweise noch während der Werbe-Aktion gezielt beseitigen.

Fazit: Werbung hat zwar eine ausgeprägte emotionale Komponente. Aber sie überlässt nichts dem Zufall.