Heinz geht Surfen
Eine rote Soße, die man über die Frikadelle kippt – was soll daran spannend sein? Ketchup-Hersteller Heinz zeigt es uns. Denn auch wenn Heinz ein altes Traditionsunternehmen ist, geht es doch mit der Zeit und hat sich ein Gespür für frische Werbeformen bewahrt.
Alle reden von dem Werbepotenzial, das in den Social Communities steckt. Da wird viel herumgespielt und experimentiert. Auch Heinz engagiert sich hier – in kleinen, gezielten und offenbar sehr wirkungsvollen Aktionen. Warum das so gut funktioniert? Weil Heinz die User dazu anstachelt, selbst aktiv zu werden und ihre Kreativität unmerklich in den Dienst der Werbung zu stellen …
Im Juni vergangenen Jahres ließ Heinz in einem viralen Werbespot so mitreißend auf Ketchup-Flaschen herumtrommeln, dass die Füße der Internet-User nur so mitwippten – an die 250.000 Mal wurde der Spot in vier Wochen aufgerufen. Er verwies wiederum auf die Microsite www.room57.de, auf der man selbst seine eigenen Videos kreieren und an einem Wettbewerb teilnehmen konnte.
Parallel dazu wurde der neue, flash-basierte Heinz-Internetauftritt gestartet – komplett mit Links zu user-generierten Beiträgen. Hinzu kommen interaktive Elemente wie eine Fan-Page auf Facebook oder eine Abstimmung über die Optik des neuen Flaschenetiketts – der Consumer wird dadurch in die Lage versetzt, die Marke aus seiner eigenen Perspektive zu erleben und zu erforschen, statt „von außen“ ein Markenbild „aufgedrückt“ zu bekommen. Dass diese Form der Markenerfahrung ankommt, zeigt sich an der regen Beteiligung an den genannten Aktionen.
Und bald wird es draußen wieder sonniger und wärmer – die nächste Grillsaison steht vor der Tür. Undenkbar ohne Ketchup und Grillsoßen. Da werden neue coole Internet-Aktionen von Heinz wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen …
Kommentare(0)