Innovation – nur noch ein überstrapazierter Begriff?
Jeder Betrieb, der auf sich hält, präsentiert sich in irgendeiner Weise als „innovativ“. Oft hat das nicht viel zu bedeuten. Doch auch wenn der Begriff „Innovation“ heute in aller Munde ist und deshalb etwas an Wertigkeit eingebüßt hat, gibt es immer noch Entwicklungen, die man guten Gewissens als „wirklich innovativ“ bezeichnen kann.
Eine kleine, wahre Geschichte, wie aus einem unscheinbaren Funken eine „wirklich innovative“ Bewegung mit steigendem Einfluss werden kann: Vor wenigen Jahren trafen sich ein paar findige Menschen und gründeten einen Verein. Ihr Anliegen: „wirklich innovative“ Ideen vorantreiben und erfolgreich zur Marktreife bringen. Zu diesem Zweck lud der Verein an einem Wochenende weitere findige Menschen ein, um zukunftsträchtige Geschäftsideen zu entwickeln und in die Tat umzusetzen. Das Konzept zündete und führte tatsächlich zu einer Firmengründung.
Die Idee, Innovationen zu fördern, indem man kreative Geister aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenbringt, wurde weitergetragen. Vertreter namhafter Großfirmen trafen sich mit externen Spezialisten aus anderen Branchen sowie mit Technologie-Anwendern zum fruchtbaren Gedankenaustausch. Ziel war die Entwicklung eines Konzepts für ein neues Produkt. Das Arbeitsergebnis eines einzigen Tages: mehr als 800 Ideen und fünf komplett ausgearbeitete Produktpläne.
Das Fazit: Es beflügelt den Geist, über den eigenen Tellerrand zu blicken und gemeinsam mit „Fachfremden“ über neue Lösungen nachzudenken. Was eigentlich eine Binsenweisheit sein sollte, setzt sich nun allmählich als Erkenntnis durch. An allen Ecken und Enden des Internets entstehen gegenwärtig Communities, in denen Menschen gemeinsam an neuen Entwicklungen für die Zukunft arbeiten, Workshops abhalten und Daten untereinander austauschen – ohne Dünkel, ohne Berührungsängste. Ein erfreulicher Trend, der viele alte Innovations-Hemmnisse aufbrechen dürfte.
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