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Innovation – nur noch ein überstrapazierter Begriff?

Jeder Betrieb, der auf sich hält, präsentiert sich in irgendeiner Weise als „innovativ“. Oft hat das nicht viel zu bedeuten. Doch auch wenn der Begriff „Innovation“ heute in aller Munde ist und deshalb etwas an Wertigkeit eingebüßt hat, gibt es immer noch Entwicklungen, die man guten Gewissens als „wirklich innovativ“ bezeichnen kann.

Eine kleine, wahre Geschichte, wie aus einem unscheinbaren Funken eine „wirklich innovative“ Bewegung mit steigendem Einfluss werden kann:  Vor wenigen Jahren trafen sich ein paar findige Menschen und gründeten einen Verein. Ihr Anliegen: „wirklich innovative“ Ideen vorantreiben und erfolgreich zur Marktreife bringen. Zu diesem Zweck lud der Verein an einem Wochenende weitere findige Menschen ein, um zukunftsträchtige Geschäftsideen zu entwickeln und in die Tat umzusetzen. Das Konzept zündete und führte tatsächlich zu einer Firmengründung.

Die Idee, Innovationen zu fördern, indem man kreative Geister aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenbringt, wurde weitergetragen. Vertreter namhafter Großfirmen trafen sich mit externen Spezialisten aus anderen Branchen sowie mit Technologie-Anwendern zum fruchtbaren Gedankenaustausch. Ziel war die Entwicklung eines Konzepts für ein neues Produkt. Das Arbeitsergebnis eines einzigen Tages: mehr als 800 Ideen und fünf komplett ausgearbeitete Produktpläne.

Das Fazit: Es beflügelt den Geist, über den eigenen Tellerrand zu blicken und gemeinsam mit „Fachfremden“ über neue Lösungen nachzudenken. Was eigentlich eine Binsenweisheit sein sollte, setzt sich nun allmählich als Erkenntnis durch. An allen Ecken und Enden des Internets entstehen gegenwärtig Communities, in denen Menschen gemeinsam an neuen Entwicklungen für die Zukunft arbeiten, Workshops abhalten und Daten untereinander austauschen – ohne Dünkel, ohne Berührungsängste. Ein erfreulicher Trend, der viele alte Innovations-Hemmnisse aufbrechen dürfte.

1984 / 2014

Die Zukunft holt uns immer wieder ein. Zum ersten Mal spürte ich das 1984, in dem Jahr, in dem jeder eifrig darüber nachdachte, welche von George Orwells Visionen schon Realität geworden waren. Nun ja, es waren damals schon einige. Und die Welt kam einem unheimlich modern vor, das Leben war von gefühlter Hektik geprägt – und doch war es für heutige Verhältnisse unglaublich langsam. Und hier beginnt meine eigentliche Geschichte …

1984 pendelte ich oft zwischen Nürnberg und London – per Zug und Schiff. Sehr gemächlich, eine Tagesreise. Auf der Fähre von Ostende nach Dover hatte ich genügend Zeit, mir aktuelle Kinofilme anzuschauen – zum Jahreswechsel war das „James Bond: Never Say Never Again“. Eine Szene beeindruckte mich damals so sehr, dass sie mir auch heute noch immer wieder in den Sinn kommt: Sean Connery und sein Widersacher Klaus Maria Brandauer sitzen sich an einem Tisch gegenüber und treten in einer Art Computer-Spiel gegeneinander an. In der Mitte ein transparenter Screen mit einer dreidimensionalen Weltkugel. Damals für mich in der Realität unvorstellbar. Mittlerweile würde das niemand mehr für besonders futuristisch halten. Im Gegenteil: Heute fordert die Szene fast genauso zu einem amüsierten Lächeln heraus wie die Pappmaché-Kulissen aus der ersten „Star Trek“-Staffel. Wer heute Serien wie „CSI“ oder „Navy CIS“ konsumiert, dem fliegen die transparenten Computerscreens nur so um die Ohren. Da werden Bilder mit einer lässigen Handbewegung auf das Display gezaubert und dann mit den Fingern zurechtgezogen wie auf dem iPhone.

Überhaupt, das iPhone: Seine Touchscreen-Technologie scheint tatsächlich ein neues Bewusstsein für die Wichtigkeit benutzerfreundlicher Interfaces geweckt zu haben. Während man sich früher per „dir“ und „cd“ ohne zu murren durch wirre Verzeichnisstrukturen auf der Festplatte gehangelt hat und sich dabei mit seinem Computer-Geheimwissen ganz toll vorkam, will man es heute ganz einfach haben. Das nahmen die schwedischen Interface-Spezialisten von The Astonishing Tribe zum Anlass, eine Vision zu entwickeln, wie die Benutzer-Interfaces der nahen Zukunft aussehen könnten.

In dem kleinen Film „The Future of Screen Technology“ demonstrieren die Schweden den Tagesablauf des technisierten Menschen um 2014: mit Displays, die sich nach Belieben auseinanderziehen lassen, transparenten Touchscreen-Bildschirmen, Nachrichten-Ticker, die sich am Badspiegel beim Zähneputzen abrufen lassen und Smartphones, zwischen denen man Daten per Fingerbewegung austauschen kann.

Vieles davon erscheint uns heute absurd – wie mir Bonds Spieltisch anno 1984 auch völlig abwegig vorgekommen ist. Trotzdem deutet der Film von The Astonishing Tribe eine Entwicklung an, die so ganz ähnlich stattfinden könnte. Und vielleicht erleben wir ja in den kommenden vier Jahren noch so manches Screendesign, das sogar diese Visionen in den Schatten stellt? Durchaus im Bereich des Möglichen – erst recht wenn man sich vergegenwärtigt, wie rasant die Entwicklung der digitalen Medien in den 26 Jahren seit 1984 vonstatten gegangen ist.

Vielleicht denken wir in einigen Jahren: Die Welt kam einem 2010 unheimlich modern vor, das Leben war von gefühlter Hektik geprägt – und doch war es für heutige Verhältnisse unglaublich langsam …

SQUIDDS entfacht das Feuer

Es war heiß, sehr heiß am Mittwoch vergangener Woche. Als ich das Auto bestieg, betrug die Innenraumtemperatur heimelige 44 Grad Celsius. Ich schnappte nach Luft und machte mich auf den Weg … zu einem Kamingespräch

SQUIDDS, die Spezialisten für Technische Dokumentation mit Firmensitz am Nürnberger Hafen, hatten eingeladen zu einem konzentrierten Gedankenaustausch unter Experten, Entwicklern und Anwendern. Aufhänger für die Veranstaltung „Technische Dokumentation erleben“ war die Veröffentlichung von Adobes Technical Communication Suite 2.5, die Georg Eck, Inhaber der SQUIDDS People.Products.Passion. e.K., zum Anlass nahm, über ausgewählte neue Features des Software-Pakets zu informieren. Doch dabei blieb es nicht. Mit einer Reihe von anspruchsvollen, aber leicht verständlichen Beiträgen vermittelten Referenten der Unternehmen Acolada, Theorie3.De und CAP Studio ein umfassendes Bild dessen, was mit Technischer Dokumentation heute möglich ist. Die Optimierung des Workflows mit Hilfe von Content-Management-Systemen kam ebenso zur Sprache wie das Potenzial von 3D-PDF in der Katalogerstellung und eine kritische Würdigung des Dokumentenformats DITA. Abschließend ermutigte Georg Eck  dann noch zu einem Blick über den Tellerrand: Wie lassen sich Communities und Social Media in den Prozess der Technischen Dokumentation mit einbinden? Wie kann man sich die Vorteile moderner Online- und Mobile-Technologien in diesem Bereich noch stärker zunutze machen? 

Als ich nach dem Ende der Veranstaltung die SQUIDDS-Räumlichkeiten verließ und auf die Straße trat, hatte es immer noch über 30 Grad Celsius. „Technische Dokumentation ist tatsächlich ein heißes Thema“, schoss es mir durch den Kopf. Denn ich hatte beim Kamingespräch einen intensiven Einblick in Bereiche der Technischen Dokumentation erhalten, von deren Potenzial ich bislang noch viel zu wenig wusste. Viele Erkenntnisse und Anregungen gewann ich auch aus den entspannten, aber sehr lebhaften Diskussionen zwischen den Fachbeiträgen. Georg Eck, Inhaber der SQUIDDS People.Products.Passion. e.K., zeigte sich hochzufrieden mit dem Verlauf des Kamingesprächs: „Es ist sehr lange her, dass ich zum letzten Mal derart tiefgründige und inspirierende Diskussionen miterleben durfte.“ 

Der Erfolg des ersten SQUIDDS-Kamingesprächs macht Lust auf mehr. Umso größer die Freude der rund ein Dutzend Teilnehmer, als Georg Eck verkündete, weitere Veranstaltungen dieser Art folgen lassen zu wollen. Das nächste Kamingespräch könnte eventuell bereits im September oder Oktober stattfinden. Behalten Sie also jetzt schon mal die Neuigkeiten auf der SQUIDDS-Homepage im Auge. Es lohnt sich!

Haben Sie auch schon einen Urwaldbewohner?

Um den indonesischen Urwald zu retten und seine Artenvielfalt zu erhalten, müssen viele Menschen zusammenhelfen. Der WWF hat es mit der Offenbacher Agentur zweipol geschafft, für dieses Projekt schon eine ganze Menge Unterstützer zu aktivieren – und es werden täglich mehr.

Auf der Microsite wwf.de/Urwaldriese wächst ein tropischer Baum. Jedes Mal, wenn man ihn besucht, ist er noch etwas belebter – und die Chancen, natürliche Lebensräume in Indonesien zu erhalten, sind vielleicht in diesem Moment wieder ein bisschen gewachsen. Tobias hat 500 Euro für die Urwälder auf Sumatra, Borneo und West-Papua gespendet und sich dafür ein Sumatra-Tiger-Baby ausgesucht. Julia hat an Freunde eine Spende von 3 Euro verschenkt und dafür eine Riesen-Waldameise auf den Baum gesetzt.

Wer die Arbeit des WWF für den Erhalt der indonesischen Flora und Fauna mit Geld unterstützt, darf sein Lieblingstier oder eine Pflanze auswählen und auf dem Urwaldriesen platzieren. Klickt man Tier oder Pflanze an, öffnet sich eine kleine Tafel mit interessanten Informationen zur jeweiligen Spezies. Hier kann der Spender seinen Namen, sein Bild und einen Kommenar einfügen – und jeder Leser wird gefragt, ob er auch einen Baumbewohner spenden oder verschenken möchte. Da die Urwaldriesen-Site so viel Charme ausstrahlt, kommen der Bitte tatsächlich sehr viele Leute gerne nach. Bislang gibt es schon über 1.500 Baumbewohner, für die knappe 50.000 Euro gespendet worden sind. »Bereits nach wenigen Stunden hat sich gezeigt, dass wir hier ein Tool geschaffen haben, das von den Usern begeistert angenommen wird, über das man spricht und das ein großes Potenzial in sich birgt« freut sich Constanze Oelighoff, Leiterin Internet, beim WWF Deutschland.

Kein Wunder, denn die Geschichte mit dem Urwaldriesen hat sich schnell herumgesprochen. Urwaldbewohner lassen sich nämlich prima per Twitter verschicken oder ins Facebook-Profil einbinden. So streckt der Urwaldriese seine Äste jetzt schon über weite Teile des Internets aus – und wann sorgen Sie dafür, dass sich darauf noch ein paar glückliche Lebewesen mehr tummeln?

Klickst Du noch oder wohnst Du schon?

Es soll ja Menschen geben, die haben sich im Internet bereits häuslich niedergelassen. Kein Wunder – wozu noch rausgehen aus den eigenen vier Wänden, wenn man Freunde im Web treffen oder Einkäufe auch stressfrei online erledigen kann?

Und wie richtet man sich im Intenet ein? Genauso wie im richtigen Leben – mit Ivar, Billy, Hemnes, Klippan & Co. natürlich! Wie das geht? Das verrät einem Nils, der Vorzeigebewohner der neuen Hej-Community von IKEA.

Schon lange demonstriert IKEA Familiensinn und duzt seine Kunden, als wären es Onkel Fritz, Oma Wilhelmine oder der kleine Klaus aus der Nachbarschaft. Und seit Anfang Februar findet sich die IKEA-Family online zu jeder Tages- und Nachtzeit auf der Hej-Website zusammen, gestaltet Räume nach eigenem Gusto und bittet andere Besucher zur Besichtigung ins virtuelle Heim.

Ogilvy in Frankfurt hat für IKEA mit Hej ein Web-2.0-Konzept entwickelt, das Schule machen könnte. Hier wurde nicht einfach einem Webshop eine Community aufgepfropft, nein, bei Hej sind die Übergänge fließend. Überall gibt es etwas zu entdecken – nicht nur die Wohnzimmer der anderen Community-Bewohner, sondern auch Inspirationen fürs Einrichten, Tipps von Koch-Profis, kleine Filmchen, Gewinnspiele und vieles mehr. Selbst getestet: Man geht rein, fühlt sich wohl, ja fast „zuhause“ – und vergisst beim Herumklicken in Hej auch gerne mal die Zeit.

Egal ob der Einzug in die Hej-Community dann schon am nächsten Wochenende oder in ein paar Monaten zu einem Einkauf im schwedischen Möbelhaus führt: Wer sich einmal bei Hej willkommen gefühlt hat, wird die Marke IKEA sicher als den netten Onkel mit den hübschen Möbeln im Gedächtnis abspeichern. ;-)

Ideen-Schaufenster

Wie wärs mit Kaffee? Papier hinterlässt einen besonderen Eindruck und dies sollte man nutzen. Alle Sinne ansprechen, das ist die Devise.

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Ideen-Schaufenster

Knick weg. Mit Papier lässt sich so viel spielen und kreative Ideen entwickeln.

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Unser Schaufenster zeigt Ideen, Empfehlungen (wie in diesem Fall Papiermuster) und Projekte. Somit wollen wir jeden mit Ideen begeistern und zum kreativen Denken anregen.

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