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	<title>Agenten des guten Geschmacks</title>
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	<description>Über Geschmack kann man sich streiten - über guten Geschmack nicht ...</description>
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		<title>Vom Bundestrojaner zum Unternehmenstrojaner – oder: Wie man innerhalb von wenigen Tagen Vertrauen in eine Marke verspielt</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 07:27:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was ist Privatsphäre heute noch wert? Nicht viel, wie es scheint. Und zweifellos trägt das Internet zu dieser Entwicklung bei. Wir wollen nun nicht ins selbe Horn stoßen wie diverse Fortschrittsverächter, die in jeder Innovation gleich einen potenziellen Totengräber des Abendlands vermuten. Welche enormen Vorteile beispielsweise Social Media für Anwender und Unternehmen mit sich bringen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist Privatsphäre heute noch wert? Nicht viel, wie es scheint. Und zweifellos trägt das Internet zu dieser Entwicklung bei. Wir wollen nun nicht ins selbe Horn stoßen wie diverse Fortschrittsverächter, die in jeder Innovation gleich einen potenziellen Totengräber des Abendlands vermuten. Welche enormen Vorteile beispielsweise Social Media für Anwender und Unternehmen mit sich bringen können, haben wir an dieser Stelle ja schon des Öfteren thematisiert. Dennoch: Wer von uns stellt sich auf den größten Platz seiner Stadt, zieht sich vor allen Passanten nackt aus oder präsentiert auf einem Tischchen seine Einkommensteuererklärung für jeden Vorbeigehenden zur Einsichtnahme? Daneben liegt dann gleich eine Liste mit den schweren, ansteckenden Krankheiten der letzten Jahre und der Ausdruck mit den persönlichen Daten aller Menschen aus, mit denen man in den letzten sechs Monaten telefoniert hat. Als Dreingabe gibt’s schließlich noch das pikante Bewegungsprofil, aus dem sich mühelos entnehmen lässt, in welchen Läden, Restaurants und sozialen Schichten man so verkehrt …</p>
<p>„Ich habe nichts zu verbergen“, wenden immer noch viele ein und öffnen staatlichen Institutionen wie privaten Unternehmen bereitwillig Tür und Tor zum eigenen Daten-Pool, nicht ahnend, dass sie sich damit selber zum Spielball fremder Interessen machen. Und hier geht es längst nicht mehr nur um lästige Werbe-Postwurfsendungen, Call-Center-Drückerkolonnen oder Spam im heimischen Mail-Programm. Staatliche Organe bedienen sich mittlerweile in wesentlich größerem Umfang des sogenannten Bundestrojaners, als dies nach einschlägigen Urteilen des Bundesverfassungsgerichts erlaubt ist. Die sächsische Polizei späht nach dem Gießkannenprinzip einfach mal weit über 100.000 Mobilfunkverbindungen unbescholtener Bürger aus und so weiter …</p>
<p>Die wenigsten regen sich wirklich darüber auf. In der alltäglichen Nachrichtenflut geht sowas schnell wieder unter. Genauso wie die gespeicherten Bewegungsprofile auf Apples iPhone. Aktiv werden Bürger stattdessen dort, wo es eigentlich am wenigsten weh tut – wie etwa bei der Ablichtung ohnehin öffentlich einsehbarer Gebäude für Dienste wie Google Streetview. Insbesondere hier kam es zu geradezu grotesken Situationen, wenn sich beispielsweise Organisatoren von Anti-Streetview-Initiativen von den Medien ohne Bedenken vor ihren Wohnhäusern fotografieren ließen. So war es auch ohne Streetview mit wenigen Mausklicks möglich, Adressen samt Telefonnummern herauszufinden und einen ersten Einblick in das soziale Umfeld der betreffenden Personen zu bekommen.</p>
<p>Derzeit macht ein neuer Daten-Schnüffelskandal die Runde – mit ganz ähnlicher Ambivalenz. Computerspiele-Gigant Electronic Arts betreibt einen Online-Shop namens Origin, der Bestandteil der Software-Pakete des Unternehmens ist. Wer beispielsweise den neuen „Fussball Manager 12“ oder „Battlefield 3“ spielen will, kommt um Origin nicht herum. Anwender haben jedoch mittlerweile herausgefunden, dass Origin sehr neugierig ist: Es fragt unter anderem die Postleitzahl des Benutzers ab, durchwühlt Cache und Browserverlauf … und scannt sogar die Daten, die in der Einkommensteuer-Software hinterlegt sind. User reagieren empört – mittlerweile hat der neue Hype-Spieletitel aus dem Hause EA, „Battlefield 3“, auf Amazon weit über tausend Negativ-Bewertungen mit nur einem Stern. Trotzdem kaufen die Leute das Produkt – es hat bei Amazon in der Rubrik „Games“ derzeit Rang 2 erreicht.</p>
<p>EAs Ruf ist durch die Datensammelwut von Origin sicherlich nachhaltig angekratzt. Verstörend: Konsumenten kritisieren zwar die Vorgehensweise des Konzerns, kaufen aber trotzdem dessen Produkte – der Konsumwille siegt über ethische Gesichtspunkte beim Umgang mit persönlichen Daten. Fragt sich nur, wie lange noch – der Grundstein für mehr „Awareness“ in Sachen Datenschutz ist gelegt. Und das ist auch gut so. Langfristig wird EA sicher seine Origin-Strategie überdenken müssen, wenn der Konzern nicht massenweise potenzielle Käufer vergrätzen will …</p>
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		<title>Was soll das mit dem Plus?</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 08:11:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[„Hat jemand eine Einladung für mich?“ Das war vor ein paar Wochen sicher eine der häufigsten Fragen, die in Netzwerken wie Facebook oder Xing unter Computer-Nerds die Runde machte. Einladung wofür? Für das Privileg, zu den Ersten zu gehören, die den neuen, vermeintlichen „Facebook-Killer“ Google+ ausprobieren können. Und? Wie ist nun der erste Eindruck vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Hat jemand eine Einladung für mich?“ Das war vor ein paar Wochen sicher eine der häufigsten Fragen, die in Netzwerken wie Facebook oder Xing unter Computer-Nerds die Runde machte. Einladung wofür? Für das Privileg, zu den Ersten zu gehören, die den neuen, vermeintlichen „Facebook-Killer“ Google+ ausprobieren können. Und? Wie ist nun der erste Eindruck vom neuen sozialen Netzwerk? Nun, alles hübsch aufgeräumt. Der „Stream“ ist Facebooks „Pinnwand“ nicht unähnlich, lässt sich aber leichter und differenzierter filtern. Eine gute Idee, „Freunde“ in „Circles“ gruppieren zu können. Das schafft Ordnung und die Möglichkeit, Meldungen sehr komfortabel an ganz bestimmte Zielgruppen zu adressieren. Und überhaupt: Es ist schön, alles auf einer Oberfläche mit einem Mausklick erreichen zu können: Suchmaschine, E-Mail-Konto, Kalender, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Fotosammlung …</p>
<p>Nach anfänglichen, leidenschaftlichen Diskussionen, ob Google+ auf längere Sicht Facebook gefährlich werden könnte, hat sich die erste Aufregung mittlerweile ziemlich gelegt. Allenfalls der Klarnamen-Zwang sorgt hie und da noch für Gesprächsstoff – ist ja auch eine lustige Geschichte, wenn Leute wie (der echte) William Shatner („Captain Kirk“) angeblich von Google wegen Fake-Namen-Verdachts zeitweilig gesperrt wurden. Und der wenig durchdachte Sommerloch-Beitrag von Innenminister Friedrich, User sollten in sozialen Netzwerken mit „offenem Visier, d. h. mit ihrem richtigen Namen, auftreten, hat sich schnell als das entpuppt, was es ist: heiße Luft aus einer Ecke, die das Internet immer noch nicht verstanden hat.</p>
<p>Bei Facebook läuft derzeit alles weiter wie gehabt – zumindest, soweit man das als „Normal-User“ beurteilen kann. Bei Google+ hingegen fließt der „Stream“ noch deutlich zäher – kein Wunder, tummeln sich hier doch im Wesentlichen dieselben Leute, die man auch schon in Facebook oder Xing auf seiner Kontakteliste stehen hat. Wer sich hier nicht explizit für Google+ entscheidet, wird aus purer Gewohnheit weiter in seinen „alten“ Netzwerken posten – zumal man dort gegenwärtig immer noch mehr Menschen erreicht.</p>
<p>Ist Google+ damit schon gescheitert? Nein, sicherlich nicht. Ob sich das Netzwerk behaupten  und das Gros der Internet-User für sich begeistern können wird, zeigt sich erst, wenn es für die breite Öffentlichkeit frei zugänglich ist. Auch Unternehmen, die bereits heute bei Marketing und PR massiv auf Social Media setzen, haben derzeit noch keine Möglichkeit, das neue Instrument richtig zu nutzen und zu erproben.  Doch gerade hier könnte eines der interessantesten Potenziale von Google+ liegen: Allein schon die Möglichkeit der effizienten, zielgruppengerechten Ansprache via „Circles“ und die direkte Verknüpfung mit der mächtigsten Suchmaschine dürften hier faszinierende Perspektiven eröffnen.</p>
<p>Sie möchten Google+ ausprobieren? Dann kommen Sie doch rüber! Schreiben Sie uns, wir haben noch ein paar Einladungen zu vergeben …</p>
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		<title>Nachhaltigkeit – mehr als ein Modewort</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 06:06:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Geht es Ihnen auch so wie mir? Manchmal kann ich das Wort Nachhaltigkeit nicht mehr hören. Jede Firma, jede Agentur bekennt sich mittlerweile offen zu nachhaltigen Unternehmens- und Markenkonzepten. Doch was steckt wirklich dahinter? Wie ernst meinen es die Betreffenden? Kein Ort eignet sich hier besser für eine Bestandsaufnahme als eine Messe. Hier präsentieren sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geht es Ihnen auch so wie mir? Manchmal kann ich das Wort Nachhaltigkeit nicht mehr hören. Jede Firma, jede Agentur bekennt sich mittlerweile offen zu nachhaltigen Unternehmens- und Markenkonzepten. Doch was steckt wirklich dahinter? Wie ernst meinen es die Betreffenden? Kein Ort eignet sich hier besser für eine Bestandsaufnahme als eine Messe. Hier präsentieren sich Unternehmen so, wie sie denken, bei der Zielgruppe die maximale Wirkung zu erzielen – das entsprechende Budget natürlich vorausgesetzt. Auf Messen will man klotzen und nicht kleckern: Großzügige Standarchitektur, edle Materialien, aufwändige Licht- und Tontechnik, multimediale Reizüberflutung allerorten. Wer heute eine Messe besucht, wird feststellen: Der Gedanke der Nachhaltigkeit hat vielfach erst punktuell Fuß gefasst und beherrscht in den seltensten Fällen durchgängig den gesamten Markenauftritt.</p>
<p>Dabei wäre die Messe das ideale Forum, eine von Nachhaltigkeit geprägte Unternehmensphilosophie nach außen zu tragen. Und sie böte die Gelegenheit zu einem Auftritt, der sich deutlich vom Gros des Mitbewerbs abhebt. Der die Marke mit positiven Attributen wie Umweltbewusstsein, Wirtschaftlichkeit, soziale Verantwortung, Fortschrittlichkeit und auch Kreativität aufzuladen imstande ist. Alles was man dazu braucht: umweltverträgliche und/oder recyclingfähige Materialien und ein paar unkonventionelle, frische Ideen. Das Magazin PAGE hat dem Thema der nachhaltigen Standkonzepte kürzlich einen eigenen Artikel gewidmet und inspirierende Anregungen für Eventmanagement und Messebau geliefert: Pappkarton oder Pizzaschachteln eignen sich ebenso für ungewöhnliche Messebauten wie etwa Campbell Suppendosen, die ja seit Andy Warhol ohnehin Kultstatus genießen. Besonders findig war kürzlich Oikos, eine studentische Initiative für Sustainable Economics and Management, die auf der goodgoods in Hamburg einen Messestand kurzerhand aus dem Verpackungsmüll der anderen Aussteller errichtete. Ob ausrangierte Stadionsitze, gebrauchte Holzpaletten, strapazierfähige Pressspanplatten aus recyceltem Papier oder schadstoffarmen Naturfaser-Verbundstoffen – die Möglichkeiten, mit ausrangierten oder besonders umweltverträglichen Komponenten außergewöhnliche Effekte zu erzielen, sind fast unbegrenzt. Weitere Vorteile, die mit nachhaltigen Messebauten fast automatisch einhergehen: die Wiederverwertbarkeit der meisten Komponenten, ihre transportfreundliche Leichtigkeit und die vergleichsweise geringen Anschaffungskosten – somit gesellt sich zur Nachhaltigkeit auch noch der Aspekt der Wirtschaftlichkeit.</p>
<p>Zugegeben: Es verlangt Mut und viel Fantasie, den protzigen Materialschlachten herkömmlicher Messestände etwas Neues, Unkonventionelles entgegenzusetzen. Aber der positive Effekt dürfte nicht lange auf sich warten lassen. Der zahlt sich dann buchstäblich aus – und zwar nachhaltig.</p>
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		<title>It’s Time for Another Revolution</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 13:40:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Marken als Statussymbole – da denkt man zuerst an die dicke Rolex am Handgelenk, den Maserati vor der Luxusvilla an der Cote d’Azur, das zweckfreie Gucci-Handtäschchen zum  Designer-Kostüm von … doch neuerdings, in Zeiten von Krisen, Existenzängsten und schwindender Kaufkraft, versuchen sich manche Unternehmen deutlich vom „Edel-Image“ abzugrenzen und suchen bewusst die Nähe zum „gemeinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Marken als Statussymbole – da denkt man zuerst an die dicke Rolex am Handgelenk, den Maserati vor der Luxusvilla an der Cote d’Azur, das zweckfreie Gucci-Handtäschchen zum  Designer-Kostüm von … doch neuerdings, in Zeiten von Krisen, Existenzängsten und schwindender Kaufkraft, versuchen sich manche Unternehmen deutlich vom „Edel-Image“ abzugrenzen und suchen bewusst die Nähe zum „gemeinen Volk“. Zuweilen ist das durchaus mit einem Wagnis verbunden – wenn beispielsweise Renault für den Dacia-Logan-Werbespot Karl Marx, Rosa Luxemburg, Lenin, Fidel Castro und Che Guevara aufmarschieren lässt, um die Notwendigkeit einer neuen sozialistischen Revolution zu beschwören. Die Konsumenten scheinen diese Art von Humor jedoch verstanden zu haben und zu schätzen zu wissen. Niemand hätte schließlich noch vor ein paar Jahren gedacht, wie viele Dacias heute auf unseren Straßen unterwegs sind …</p>
<p>Den Erfolg haben die Dacia-Stammagentur Nordpol und die Produktionsfirma Element E zum Anlass genommen, die „Revolution“ noch weiterzutreiben: Statussymbole werden kurzerhand in Status-Symptome umgedeutet – Dacia erscheint als Marke für diejenigen, die selbstbewusst genug sind, um herkömmliche Statussymbole nicht mehr nötig zu haben. Nordpol trifft damit offensichtlich den richtigen Nerv. Es soll sogar Wohlhabende geben, die die traditionellen Statussymbole mittlerweile als „unanständige“ Protzerei betrachten und sich mit bewusstem Understatement davon distanzieren. So mag es durchaus sein, dass der Dacia-Fahrer vor Ihnen Anwalt in einer renommierten Kanzlei ist. Andere – so suggerieren es die kurzen Videos auf <a href="http://www.status-symptome.de/akut"><span style="color: #800080;">http://www.status-symptome.de/akut</span></a> – verfallen in die Status-Panik und wissen sich nur noch mit roher Gewalt gegen den Vormarsch der statusneutralen Marken zu wehren. Der Humor der Status-Symptome-Website ist frech und derb – aber gerade deswegen wird der Link gerade im Netz gerne von den Usern weiterverbreitet.</p>
<p>Anders als Renaults Billigmarke Dacia hat die indische Automarke Tata mit dem rund 2.000 Euro teuren Nano erhebliche Absatzprobleme. Bereits Ende vergangenen Jahres machte Tata-CEO Carl-Peter Forster schlechtes Marketing für die schleppenden Verkäufe verantwortlich. Fast möchte man rufen: Nordpol, übernehmen Sie! <img src='http://www.agenten-des-guten-geschmacks.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Jetzt erst mal langsam!</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 07:39:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Manchmal ist es schon wunderbar, wie sich die Ereignisse überschneiden. Vergangene Woche fragte ein Bekannter, der für einen großen Sportartikelhersteller arbeitet: „Muss man heute noch mit seinem Internetauftritt Rücksicht auf Leute nehmen, die sich schwerfällig mit dem Modem ins Web ,einwählen´?“ Modem … wer kennt das heute noch? Damals, in den Neunzigern, ging man noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal ist es schon wunderbar, wie sich die Ereignisse überschneiden. Vergangene Woche fragte ein Bekannter, der für einen großen Sportartikelhersteller arbeitet: „Muss man heute noch mit seinem Internetauftritt Rücksicht auf Leute nehmen, die sich schwerfällig mit dem Modem ins Web ,einwählen´?“ Modem … wer kennt das heute noch? Damals, in den Neunzigern, ging man noch mit sage und schreibe 14,4 Kbps ins Internet und konnte erst mal gemütlich zum Einkaufen gehen, bis sich eine aufwendiger gestaltete Seite auf dem Bildschirm aufgebaut hatte. Heute, so sollte man meinen, sind fast alle Internet-User mit DSL unterwegs – viele davon mit einer 16.000er Bandbreite. Doch weit gefehlt. Auch 2011 gehen noch zahlreiche User per Modem online und nutzen vergleichsweise langsame ISDN-Verbindungen.</p>
<p>Einen anderen Bekannten von mir hat es – ebenfalls in der vergangenen Woche – kalt erwischt. Bislang mitten in der Stadt wohnhaft und verwöhnt von einer superschnellen DSL-Leitung, hat sich besagter Bekannter in den letzten Monaten ein Häuschen auf dem Land gebaut. Und dort ist erst mal Schluss mit der flotten Internet-Verbindung – denn trotz Merkels Mahnung, schnelles Internet möglichst bald flächendeckend in ganz Deutschland bereitzustellen, mahlen die Mühlen der Telekom langsam. So schnell und unerwartet kann einen die Realität ausbremsen …</p>
<p>Die Moral von der Geschicht: Unternehmen, deren Zielgruppe nicht unbedingt nur aus internetsüchtigen Nerds besteht, sollten auch heute noch die teilweise veraltete Technik berücksichtigen, die in vielen „Normal-User-Haushalten“ arbeitet. Flash-lastige Seiten etwa, die bei ISDN-Verbindungen erst mal eine halbe Stunde laden und dann ruckelnde Animationen abspielen, fördern bei Modem- und ISDN-Nutzern kaum die Lust, länger zu verweilen und sich eingehend über das Produkt- oder Dienstleistungsangebot zu informieren. Wie so oft, ist eben auch im Internet weniger mehr. Es geht primär um die schnelle Information, die in ästhetisch ansprechender Weise dargeboten wird. Es geht nicht darum zu zeigen, was sich mit modernen Mitteln alles realisieren lässt. Konzentrierte Einfachheit ist schön und echte Kunst. Warum also mit unnötigem Schnickschnack User und potenzielle Kunden vergraulen?</p>
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		<title>Brot für die Marke</title>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 11:30:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Kurze URLs sind schon etwas Praktisches – wer twittert, weiß die Möglichkeit, ellenlange Links auf wenige Zeichen zusammenzustauchen, sehr zu schätzen. Ein junges Unternehmen will das Verfahren jetzt für Werbezwecke nutzbar machen.  Bre.ad heißt ihr System, das beim Anklicken des Links erst für fünf Sekunden eine Werbeseite anzeigt, bevor der User zu seinem tatsächlichen Ziel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.agenten-des-guten-geschmacks.de/wp-content/uploads/2011/05/iStock_000014045064XSmall.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-372" title="iStock_000014045064XSmall" src="http://www.agenten-des-guten-geschmacks.de/wp-content/uploads/2011/05/iStock_000014045064XSmall.jpg" alt="" width="320" height="240" /></a></p>
<p>Kurze URLs sind schon etwas Praktisches – wer twittert, weiß die Möglichkeit, ellenlange Links auf wenige Zeichen zusammenzustauchen, sehr zu schätzen. Ein junges Unternehmen will das Verfahren jetzt für Werbezwecke nutzbar machen.  Bre.ad heißt ihr System, das beim Anklicken des Links erst für fünf Sekunden eine Werbeseite anzeigt, bevor der User zu seinem tatsächlichen Ziel weitergeleitet wird. Die Inhalte der Werbeseite kann derjenige selbst gestalten, der den verkürzten Link verschickt – sei es ein Hinweis auf das eigene Unternehmen, ein bestimmtes Produkt oder eine Kampagne zu einem guten Zweck. Neben der Textmessage kann ein 720 x 300 Pixel großes Bild in die Werbe-Message mit eingebunden werden – ideal, um die Kurz-Links wirkungsvoll mit Botschaften zur eigenen Marke aufzuladen. Gegenwärtig noch in der Testphase, hinterlässt bre.ad einen vielversprechenden Eindruck. Die zwischengeschaltete Werbung – auch Toast genannt – wirkt unaufdringlich und persönlich zugleich. Zumindest für eine Weile dürfte sich damit sehr effizient Aufmerksamkeit erzielen lassen.</p>
<p>Laut <a href="mashable.com"><span style="color: #800080;">Mashable</span></a> hat Lady Gaga schon einen Account. Weitere 500 User, die rechtzeitig über die Mailadresse <a href="mailto:mashable@bre.ad"><span style="color: #800080;">mashable@bre.ad</span></a> ihr Interesse bekunden, können an der bald anstehenden Beta-Phase teilnehmen.</p>
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		<title>Wii shall overcome?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 12:25:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Jetzt muss ich einmal ganz dick auftragen: Ich war schon als Kind ein Visionär. Gemeinsam mit meinem Cousin saß ich zu Zeiten, als Fernsehen noch überwiegend schwarzweiß und auf drei Programme beschränkt war, in einem Dachgeschosszimmer. Bewaffnet mit bunt isolierten Drahtstücken, Pappe, Reißnägeln, Plastikabfall, kleinen Glühbirnen, Uhu, Schere, Bleistift und Filzschreibern machten wir uns an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt muss ich einmal ganz dick auftragen: Ich war schon als Kind ein Visionär. Gemeinsam mit meinem Cousin saß ich zu Zeiten, als Fernsehen noch überwiegend schwarzweiß und auf drei Programme beschränkt war, in einem Dachgeschosszimmer. Bewaffnet mit bunt isolierten Drahtstücken, Pappe, Reißnägeln, Plastikabfall, kleinen Glühbirnen, Uhu, Schere, Bleistift und Filzschreibern machten wir uns an die Arbeit. Wir nahmen leere Streichholzschachteln und ordneten darin kunstvoll und „technisch aussehend“ unsere Bauteile an. Wir überklebten das Etikett der Schachtel mit weißem Papier und zeichneten mit feinen Strichen Bedienkonsolen darauf. Wir nannten diese Kreationen „Allesgeräte“, denn in unserer Fantasie konnte man alles damit machen: Telefonieren, Fernsehen, fremde Autos James-Bond-mäßig in die Luft jagen und und und … Mein Cousin und ich waren damals ein eingeschworenes Team. Er war X-7 und ich X-8. Und wir trugen unsere Allesgeräte immer mit uns in der Hosentasche herum. Man wusste ja nie, wann man mal in die Verlegenheit kommen würde, Goldfinger oder Dr. No unschädlich machen zu müssen.</p>
<p>Naja, heute sind diese Allesgeräte Realität. Fast jeder schleppt heute ein Smartphone mit sich herum. Und noch vor ein, zwei Jahren hätte niemand für möglich gehalten, wie sehr Smartphones und Tablets unsere ganze Welt verändern würden. Auch ganz ohne Dr. No, Scaramanga, Blofeld und Goldfinger.</p>
<p>Jetzt hat es auch die Spiele-Industrie erwischt. Auf der Entwicklerkonferenz <a href="http://www.die-entwicklerkonferenz.de/" target="_blank"><span style="color: #800080;">Quo Vadis 2011</span></a>, die jüngst in Berlin stattfand, wurde die Tragweite des Trends zu Smartphone und Tablet-PC auch für diesen Sektor deutlich. Hieß es vor Jahren noch, der PC als Spielgerät sei tot und die Zukunft würde den Konsolen gehören, haben die Konsolen nun mit iPhone, iPad &amp; Co. massive Konkurrenz bekommen. Nintendos neue 3D-Konsole verkauft sich derzeit schleppender als erwartet und der Datenskandal um Sonys Playstation Network tut ein Übriges, um Fans weiter zu vergraulen. Konsolenspiele sind überdies teuer – App-Stores bieten hochwertige Games für Smartphones und Tablets hingegen bereits für wenige Euros an. Mit zunehmender Leistungsfähigkeit der mobilen Endgeräte und günstigen Flatrates dürfte sich dieser Trend noch weiter verschärfen. Wer hier weiter bestehen will, braucht außergewöhnliche Bedienkonzepte wie Nintendos Wii oder Microsofts Kinect. Doch angesichts der rasanten Entwicklung läuft jeder Hersteller Gefahr, dass ein von langer Hand vorbereitetes Produkt bereits bei Release schon wieder den Anschluss verloren hat.</p>
<p><strong>Fazit: Wer heutzutage ein innovatives, zukunftssicheres Allesgerät bauen will, muss tatsächlich ein außerordentlich begabter Visionär sein …</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Alten kommen</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 06:13:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Jugendkult? Das war einmal. Wer heute das TV-Gerät einschaltet, sieht in den Werbepausen statt hibbeliger 20-Jähriger immer öfter Graumelierte „in den besten Jahren“. Kein Wunder, schließlich steigt das Durchschnittsalter in unserer Gesellschaft immer weiter an, und es gilt jetzt, eine Zielgruppe zu bedienen, die lange Zeit von der Werbung vernachlässigt worden ist. Die „Best Agers“, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jugendkult? Das war einmal. Wer heute das TV-Gerät einschaltet, sieht in den Werbepausen statt hibbeliger 20-Jähriger immer öfter Graumelierte „in den besten Jahren“. Kein Wunder, schließlich steigt das Durchschnittsalter in unserer Gesellschaft immer weiter an, und es gilt jetzt, eine Zielgruppe zu bedienen, die lange Zeit von der Werbung vernachlässigt worden ist. Die „Best Agers“, die „Silver Generation“, wie man die Älteren in Marketingkreisen gerne nennt, sind die Generation der Zukunft: mit viel Kaufkraft und viel Freizeit für viel Konsum.</p>
<p>Enexy, ein Süßigkeitenhersteller aus Schwäbisch Gmünd, treibt den neuen Trend nun auf die Spitze. Er lässt den 107 Jahre alten Johannes Heesters gemeinsam mit Rapper Oliver Harris in einem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YehHD3AoQEI"><span style="color: #800080;">Werbespot</span></a> für einen neuen Energy-Riegel antreten. Mit diesem Kniff der Berliner Agentur Alpha Pool gelingt der Brückenschlag zwischen Jung und Alt perfekt: Heesters zeigt dem Jungspunt Harris so richtig, wo der Hammer hängt („Du bist einfach nicht tight, Alter!“), während sich Harris cool in Selbstironie übt.</p>
<p>Der Enexy-Riegel soll laut Hersteller „neue Akzente im Süßwarenmarkt“ setzen und verbindet die aufputschende Wirkung von Koffein mit der von Guarana. Weiße Schokolade umhüllt eine Füllung aus neongrünem Gel. <a href="http://www.horizont.net/"><span style="color: #800080;">Horizont.net</span></a> berichtet, dass der generationsübergreifende Power-Snack in Kürze im Handel landen soll. Wir wären sehr überrascht, wenn der humorige Spot und das Produkt selbst nicht einschlagen würden wie eine Bombe …</p>
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		<title>Marken-Hackfleisch</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 06:13:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>agenten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Markenwelten]]></category>
		<category><![CDATA[Markenprägung]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmenswerte]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch vor wenigen Wochen stand sie groß da und wirkte beinahe unangreifbar: Die Marke Sony war seit Jahrzehnten in aller Welt etabliert und so etwas wie ein Selbstläufer geworden: Immer wieder wurden Klagen von Kunden über schlechten Service laut, doch Sony blieb dennoch stets dick im Geschäft. Bis ihr jetzt ein paar Hacker zeigten, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch vor wenigen Wochen stand sie groß da und wirkte beinahe unangreifbar: Die Marke Sony war seit Jahrzehnten in aller Welt etabliert und so etwas wie ein Selbstläufer geworden: Immer wieder wurden Klagen von Kunden über schlechten Service laut, doch Sony blieb dennoch stets dick im Geschäft. Bis ihr jetzt ein paar Hacker zeigten, dass man auch der größten Marke mit einem gezielten Stich in die Achillesferse zeigen kann, dass sie nicht allmächtig ist.</p>
<p>Ausgerechnet ein Hightech-Konzern wie Sony, der einen nicht unbedeutenden Teil seines Umsatzes im Web mit Online-Games und dem Playstation Network generiert, stolpert nun über einen Skandal, der offenbart, wie nachlässig Sony nicht nur mit den Anliegen seiner Kunden, sondern auch mit deren Daten umgegangen ist.</p>
<p>Ganz unabhängig davon, welche Motivation die Hacker dazu getrieben hat, persönliche Daten und Passwörter von mehr als 70 Millionen PSN-Usern abzuschöpfen: Für Sony rächt es sich jetzt, dass der Kunde im Markenbild offenbar über lange Jahre hinweg kaum mehr eine Rolle gespielt hatte. Sonys mangelhafte Informationspolitik, Betroffene erst eine Woche nach dem Hackerangriff über den entstandenen Schaden in Kenntnis zu setzen, ist hier das Tüpfelchen auf dem i und nur ein weiteres Beispiel für die schlechte Kundenkommunikation des Konzerns.</p>
<p>Es ist noch nicht im Einzelnen abzusehen, welchen immensen materiellen Schaden der Hackerangriff auf das Playstation Network für Sony über den gegenwärtigen Wertverlust der Aktie hinaus haben wird. Es droht eine Flut von Klagen und Gerichtsverfahren und weltweit ist eine neue Diskussion über den (Verbraucher-)Datenschutz entbrannt. Allein der Image-Verlust für Sony dürfte über viele Jahre hinweg nachwirken. Hier geht es nicht „nur“ um die 70 Millionen User des Playstation Network, die jetzt sicher teilweise ihre Accounts kündigen werden. Nein, es bleibt ein allgemeines Misstrauen, das auch andere Unternehmen und Privatleute davon abhalten wird, mit dem japanischen Konzern Geschäfte zu machen. Es droht eine Kettenreaktion, die das Sony-Imperium langfristig ordentlich ins Trudeln bringen könnte.</p>
<p><strong>Das Beispiel zeigt: Das Web ist zum mächtigen Instrument geworden, das nicht nur zum Sturz von Diktaturen beitragen, sondern auch Marken entmachten kann. Und Sony wird sicher nicht der letzte Konzern bleiben, der auf diese oder ähnliche Weise irgendwann zum Opfer der eigenen mangelhaften Markenkommunikation wird.</strong></p>
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		<title>Das Logo im Fadenkreuz</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 06:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>agenten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Markenwelten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Markenprägung]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Fukushima wird in der Energiedebatte mit härteren Bandagen gekämpft – auch in der Werbung. Und so nimmt sich der Solarstrom-Anbieter SolarWorld in seiner jüngsten Kampagne den Energiekonzern RWE zur Brust und zielt genau dorthin, wo es der Marke am meisten weh tut: aufs Logo. Wie bei horizont.net zu lesen, verfremdete die Bonner Agentur Kreativ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Fukushima wird in der Energiedebatte mit härteren Bandagen gekämpft – auch in der Werbung. Und so nimmt sich der Solarstrom-Anbieter SolarWorld in seiner jüngsten Kampagne den Energiekonzern RWE zur Brust und zielt genau dorthin, wo es der Marke am meisten weh tut: aufs Logo. Wie bei <a href="http://www.horizont.net/aktuell/marketing/pages/protected/Gewagt-Solarworld-verfremdet-RWE-Logo-fuer-Anti-Atomstrom-Kampagne_99532.html"><span style="color: #800080;">horizont.net</span></a> zu lesen, verfremdete die Bonner Agentur Kreativ Konzept nicht nur das RWE-Logo, sondern auch den Slogan des Konzerns, um bei den Endverbrauchern für den Umstieg zu Erneuerbaren Energien zu werben. Aus „VoRWEg gehen“ (RWE) wird „Weg gehen“, wobei das „R“ hier vor dem „WE“ nach links zur Seite wegkippt.</p>
<p>Eine recht provokante Art der vergleichenden Werbung, bei der man gespannt sein darf, ob dem Ganzen eine juristische Auseinandersetzung folgen wird. Für RWE in jedem Fall eine Gratwanderung. Auf der einen Seite ist das „beschädigte“ Logo ein sehr wirkungsvoller Angriff auf das Image des Energieriesen. Andererseits würde ein vom Zaun gebrochener Rechtsstreit sicherlich das Ansehen von RWE in der Öffentlichkeit weiter schmälern. Es bleibt abzuwarten, ob und wie die beiden Stromanbieter ihren Kampf um die Gunst der Verbraucher weiter zuspitzen werden. Dabei werden aber auch die gegenwärtigen hiesigen Regelungen in Bezug auf vergleichende Werbung auf eine harte Probe gestellt. Sollte das Beispiel SolarWorld Schule machen, dürften Kampagnen mit Seitenhieben auf die Mitbewerber künftig offensiver ausfallen … und der Verbraucher könnte womöglich sogar davon profitieren, wenn Anbieter nicht mehr mit Samt-, sondern mit Boxhandschuhen in den Werbering steigen würden …</p>
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