„Besser informiert entscheiden“ ist die Veranstaltungsreihe von ANIGMA und 2be_die markenmacher welche sich einem immer größer werdenden Erfolges freut. In den von ANIGMA zur Verfügung gestellten Räumen konnten die Teilnehmer den Vorträgen und der Podiumsdiskussion lauschen, Fragen einbringen, Diskussionen anregen und hatten zudem in den Zwischenzeiten viele interessante Gespräche mit Menschen aus anderen Branchenbereichen. Durch die Vielzahl von Gesprächen entstand eine sehr schöne Atmosphäre die den Leuten gut tat und sie anregte, die kommende Veranstaltung zu besuchen.
Eine Zusammenfassung der Podiumsdiskussion über Social Media
Hr. Brinkmann, Hr. Dembowsky, Hr. Fischer, Hr. Beyer
Welchen Einfluss haben Social Media heute auf die Kommunikation im Unternehmen?
Herr Dembowsky, Herr Fischer und Herr Beyer tauschten ihre Erfahrungen und Eindrücke mit Herrn Brinkmann aus:
Das Thema Social Media ist nicht neu: Früher traf man sich auf dem Marktplatz zum geselligen Plausch oder nutzte Theater- und Kinobesuche zu gesellschaftlichen Begegnungen. Der Nachteil: Keiner dieser Orte ist für alle zu jeder Zeit zugänglich. Heute hat sich das Internet zu einer Plattform entwickelt, auf der man sich unabhängig von Ort und Zeit treffen und miteinander kommunizieren kann. Mit der Entstehung von globalen sozialen Netzwerken wie Facebook formiert sich eine digitale Öffentlichkeit, die nicht nur privaten Usern, sondern auch Unternehmen neue Perspektiven der Kommunikation eröffnet. Soziale Netze bieten die Möglichkeit, Meinungen und Content einem breiten Publikum zugänglich zu machen und Feedback einzuholen. Wer hätte beispielsweise in den 90er Jahren gedacht, dass sich die Audi AG für die Meinung ihrer Kunden interessiert? Bei Facebook wird erkennbar, wie sich Audi heute in der digitalen Öffentlichkeit präsentiert.
Soziale Netzwerke vereinfachen Kommunikation nicht nur, sie machen die User auch unabhängiger. Man kann Kontakte pflegen und muss sich dennoch nicht auf alles und jeden einlassen. Trotzdem spiegeln sich auch im Netz alle etablierten sozialen Normen wider – Portale wie Facebook bieten keinen neuen Gesellschaftsentwurf. Das Netz wird immer genauso dumm oder klug sein wie seine Nutzer.
Welchen Mehrwert Social Media für Unternehmen bieten, ist immer noch umstritten. Im Bereich Personalmanagement spielen soziale Netzwerke gegenwärtig primär dann eine Rolle, wenn es darum geht, ob ein Bewerber zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wird. So lässt sich die Fehlerquote bei Einstellungsgesprächen schon im Vorfeld verringern.
In Zahlen lassen sich Mehrwert und Nutzen von sozialen Netzwerken jedoch nur unzureichend darstellen. Bei Facebook sind gegenwärtig nur die quantitativen Daten messbar – wie bei einer Printanzeige. Wertvolle Aufschlüsse liefert jedoch das Feedback der Fans – und hier erweist sich Facebook als hilfreicher Indikator für Erfolg oder Misserfolg der Zielgruppenansprache.
Allerdings bleibt die Frage, wie eine im Internet verbreitete Botschaft angesichts der unüberschaubaren Flut an Informationen überhaupt noch ihre Adressaten erreichen kann. Hier agieren soziale Netzwerke als nützliche „Gatekeeper“, über die sich gute und wichtige Informationen aus der Masse herausfiltern und gezielt streuen lassen.
Weitgehende Einigkeit herrschte darüber, dass Facebook wohl nie eine ähnlich weltbeherrschende Rolle wie Google spielen wird. Aber der enorme Einfluss, den Google heute hat, war vor einigen Jahren auch noch nicht absehbar. In Facebook werden dem User Informationen zugetragen, bei Google sucht er selbst gezielt danach. Unbestritten können Informationen über Facebook leichter direkt an den Mann gebracht werden als über Google.
Fazit: Die Entwicklung des Phänomens Social Media beruht laut den Teilnehmern dieser Veranstaltung weiterhin vorwiegend auf Spekulationen und Prognosen, doch waren es nicht die Prognosen eines Orakels, die dazu geführt haben, dass Ödipus letztendlich doch noch seinen eigenen Vater tötete und dann seine eigene Mutter zur Ehefrau nahm?