Was soll das mit dem Plus?

„Hat jemand eine Einladung für mich?“ Das war vor ein paar Wochen sicher eine der häufigsten Fragen, die in Netzwerken wie Facebook oder Xing unter Computer-Nerds die Runde machte. Einladung wofür? Für das Privileg, zu den Ersten zu gehören, die den neuen, vermeintlichen „Facebook-Killer“ Google+ ausprobieren können. Und? Wie ist nun der erste Eindruck vom neuen sozialen Netzwerk? Nun, alles hübsch aufgeräumt. Der „Stream“ ist Facebooks „Pinnwand“ nicht unähnlich, lässt sich aber leichter und differenzierter filtern. Eine gute Idee, „Freunde“ in „Circles“ gruppieren zu können. Das schafft Ordnung und die Möglichkeit, Meldungen sehr komfortabel an ganz bestimmte Zielgruppen zu adressieren. Und überhaupt: Es ist schön, alles auf einer Oberfläche mit einem Mausklick erreichen zu können: Suchmaschine, E-Mail-Konto, Kalender, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Fotosammlung …

Nach anfänglichen, leidenschaftlichen Diskussionen, ob Google+ auf längere Sicht Facebook gefährlich werden könnte, hat sich die erste Aufregung mittlerweile ziemlich gelegt. Allenfalls der Klarnamen-Zwang sorgt hie und da noch für Gesprächsstoff – ist ja auch eine lustige Geschichte, wenn Leute wie (der echte) William Shatner („Captain Kirk“) angeblich von Google wegen Fake-Namen-Verdachts zeitweilig gesperrt wurden. Und der wenig durchdachte Sommerloch-Beitrag von Innenminister Friedrich, User sollten in sozialen Netzwerken mit „offenem Visier, d. h. mit ihrem richtigen Namen, auftreten, hat sich schnell als das entpuppt, was es ist: heiße Luft aus einer Ecke, die das Internet immer noch nicht verstanden hat.

Bei Facebook läuft derzeit alles weiter wie gehabt – zumindest, soweit man das als „Normal-User“ beurteilen kann. Bei Google+ hingegen fließt der „Stream“ noch deutlich zäher – kein Wunder, tummeln sich hier doch im Wesentlichen dieselben Leute, die man auch schon in Facebook oder Xing auf seiner Kontakteliste stehen hat. Wer sich hier nicht explizit für Google+ entscheidet, wird aus purer Gewohnheit weiter in seinen „alten“ Netzwerken posten – zumal man dort gegenwärtig immer noch mehr Menschen erreicht.

Ist Google+ damit schon gescheitert? Nein, sicherlich nicht. Ob sich das Netzwerk behaupten  und das Gros der Internet-User für sich begeistern können wird, zeigt sich erst, wenn es für die breite Öffentlichkeit frei zugänglich ist. Auch Unternehmen, die bereits heute bei Marketing und PR massiv auf Social Media setzen, haben derzeit noch keine Möglichkeit, das neue Instrument richtig zu nutzen und zu erproben.  Doch gerade hier könnte eines der interessantesten Potenziale von Google+ liegen: Allein schon die Möglichkeit der effizienten, zielgruppengerechten Ansprache via „Circles“ und die direkte Verknüpfung mit der mächtigsten Suchmaschine dürften hier faszinierende Perspektiven eröffnen.

Sie möchten Google+ ausprobieren? Dann kommen Sie doch rüber! Schreiben Sie uns, wir haben noch ein paar Einladungen zu vergeben …

Der Bär im Büro

Büromaterial – auf den ersten Blick ein wenig aufregendes Thema. Das Beste dran ist, dass man es von der Steuer absetzen kann. So hab ich zumindest bis gestern gedacht. Doch YouTube hat mich eines Besseren belehrt und mir was zum Nachdenken gegeben: Haben Sie sich nicht auch schon immer wieder mal gefragt, was ein Bär mit Tippfehlern zu tun hat? Nein? Dann sollten Sie sich dringend mal mit dieser Problematik auseinandersetzen – schon weil es Spaß macht, aber auch weil es inspiriert und wieder einen erfrischend neuen Weg aufzeigt, was mit viralem Marketing alles möglich ist. 

Wer will auf YouTube schon ein interaktives Video sehen, auf dem ein Jäger einen Bären erschießt? Auch Sie haben daran sicher kein Interesse. Dann schreiben Sie die Geschichte des Filmchens „A Hunter Shoots a Bear!“ doch einfach um. Der Jäger hilft Ihnen sogar dabei, indem er mit dem Arm aus dem Video heraus nach Tipp-Ex greift und im Film-Titel das Wort „Shoots“ herauslöscht. Letzteres können Sie nun durch ein Wort Ihrer Wahl ersetzen und zuschauen, was Jäger und Bär auf Ihre Anweisungen hin machen. Die Ergebnisse sind oft unerwartet und immer für ein Schmunzeln gut. Selbst für den Fall, dass Sie ein unbekanntes Wort eingeben, haben sich die französische Agentur Buzzman und das Interactive Studio Grouek, die für das Video verantwortlich zeichnen, einen kleinen Gag ausgedacht. Mit Erfolg: Innerhalb kürzester Zeit ist der Bären-Spaß mehr als 2.700.000 Mal angeklickt worden.

So, und jetzt nachdem Sie sich das Video angesehen haben, versuchen Sie bitte, nicht an einen Bären zu denken. Sicher gelingt Ihnen das nicht. Aber für eine Weile wird Ihnen dabei auch Tipp-Ex nicht mehr aus dem Kopf gehen – und Ihnen künftig immer als Urheber dieser sympathischen, augenzwinkernden viralen Aktion im Gedächtnis bleiben.

Das virale Lauffeuer

Heute schon mal „Gefällt mir“ geklickt? Oder „Teilen?“ Irgendeinen Artikel auf einem Online-Portal Ihren Freunden bei Facebook empfohlen, weil er Ihnen aus der Seele gesprochen hat? Oder gar einen witzigen Werbespot, den Sie gerade auf Youtube gefunden haben?

Millionen von Menschen klicken regelmäßig in aller Welt auf „Gefällt mir“ und „Teilen“ – nicht selten sogar mehrmals täglich. Und wer eine Botschaft im Internet geschickt platziert, kann damit ohne Weiteres ein regelrechtes Social-Media-Lauffeuer entfachen. Seine Nachricht in wenigen Stunden über alle Kontinente verbreiten. Aktuelles Beispiel: Die geheimen Afghanistan-Dokumente bei Wikileaks sind heute in aller Munde und werden sicher die eine oder andere weitreichende politische Veränderung provozieren. Ohne die immense Dynamik von sozialen Netzwerken wie Facebook würde es zweifellos viel länger dauern, bis derartige Dinge ins Bewusstsein der Öffentlichkeit dringen könnten. Und dann wäre es womöglich schon wieder zu spät, um ordentlich Wirkung zu entfalten …

 Auch Werbung und Marketing profitieren von den ultraschnellen und megaeffizienten Kommunikationskanälen der sozialen Netzwerke. Und wenn sie es geschickt anstellen, müssen sie weder viel Zeit noch Millionenbudgets in entsprechende Kampagnen investieren. Denn dann erledigt die Netzgemeinde die Arbeit schon fast von selbst. So geschehen bei Ikea zur Eröffnung der neuen Filiale in Malmö im Herbst 2009. Die Agentur Forsman & Bodenfors in Göteborg platzierte kurzerhand ein Profil des Filial-Chefs Gordon Gustavsson in Facebook, pflasterte es mit Bildern von Ikea-Produkten zu und verband das Ganze mit einem Gewinnspiel: Wer als Erster ein Bild mit seinem Namen kennzeichnete, gewann das entsprechende Möbelstück. Der Clou: Wer auf ein Bild klickte, informierte damit gleichzeitig all seine Facebook-Kontakte von der Ikea-Aktion – nullkommanichts und mit minimalem Aufwand hatte Ikea auf diese Weise ein Millionenpublikum erreicht.

 Und jetzt? Sehen Sie rechts von diesem Text den blauen „Teilen“-Button? Klicken Sie doch einfach mal drauf! ;-)

Von Google lernen

Toll, was man im Internet mit Flash & Co. alles anstellen kann! Ja. Man kann, muss aber nicht. Oft wirken Webseiten wie unaufgeräumte Kinderzimmer – da wird mit allem Möglichen rumgespielt und über den vielen bunten Bauklötzchen dann vergessen, die Hausaufgaben zu machen. Seien wir mal ehrlich: Mittlerweile weiß jeder Internet-User, welch tolle Animationen sich mit Flash erstellen lassen – aber wohl kaum einer von uns hat noch nicht geflucht, wenn ihm beim Aufrufen einer Webseite wieder mal ein minutenlanges Intro ohne jeden Informationsgehalt die Zeit gestohlen hat. Oder weil die Navigation zwar ultraschick aussieht, aber alles andere als praxistauglich ist.

Es geht nicht darum, permanent zu zeigen, was man alles machen kann. Die eigentliche Kunst besteht darin, die verfügbaren Werkzeuge so einzusetzen, dass am Ende etwas Sinnvolles und vor allem Benutzerfreundliches dabei herauskommt. Google hat mit seiner Suchmaschinen-Seite dabei vor zehn Jahren echte Pionierarbeit geleistet: Als noch alle trunken waren von Flash-Schnickschnack, eingebundenen Video- und Soundspielereien und aufpoppenden Browser-Fenstern, traute sich das US-Unternehmen mit einer minimalistisch gestalteten Such-Seite auf den Markt: Ein Texteingabefeld, ein Logo, fertig. Erfüllt seinen Zweck, kostet keine unnötigen Ladezeiten und ist kinderleicht zu bedienen.

Nicht umsonst  hat Google mittlerweile eine marktbeherrschende Position erreicht. Das liegt sicher großteils an der ausgefeilten Suchmaschinen-Technologie und an einer äußerst geschickten Marktpolitik, aber auch an der überragenden Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität, die Google-Produkte generell auszeichnet. Wer etwas sucht, will es eben schnell finden und sich dabei nicht erst durch einen Wust von blinkenden C-Promi-News-Bildchen klicken oder alle paar Minuten ein schickes Werbebanner vor das Eingabefeld geschoben bekommen.

Doch viele Webdesigner haben die Google-Lektion bis heute nicht gelernt. Immer noch gibt es Unternehmens-Auftritte, bei denen die glitzernde Verpackung wichtiger zu sein scheint als der Inhalt. Dabei ist die Konzentration auf das Wesentliche doch eigentlich eine Tugend, der im Business-Bereich ein besonders hoher Stellenwert zukommt. Und Schlichtheit und Schnelligkeit können im Web manchmal so unglaublich schick sein …

Spießig? Nein, wild!

Es gibt Produkte, die haben seit jeher ein altbackenes Image. „Das ist was für Omas“, heißt es oft über Eierlikör. Auch Kräuterlikör konsumierte man früher hierzulande wohl am ehesten im trauten Familienkreis nach dem fetten Sonntagsbraten. Und genau hier zeigt sich, dass Werbung manchmal tatsächlich Berge versetzen kann – wenn sie denn gut gemacht ist …

Marken wie Jägermeister oder Lucky Strike, die vor ein paar Jahren noch alles andere als „hip“ waren, sind bei jungen Leuten plötzlich „Kult“ – dank raffinierter crossmedialer Kampagnen, denen es gelungen ist, das Marken-Image nicht mehr miefig und spießig, sondern frisch, spritzig und witzig erscheinen zu lassen.

Lucky Strike setzt – auch bedingt durch die Einschränkungen für Zigarettenwerbung – eher auf einen minimalistischen Ansatz: Mit ganz sparsamen Mitteln von hohem Wiedererkennungswert wird beispielsweise auf Plakatwänden das Zeitgeschehen ironisch-witzig kommentiert. Der anhaltende Erfolg von Lucky Strike als Trend-Marke gibt dem Hersteller bei der Wahl seiner Strategie recht.

Jägermeister hingegen fährt „das volle Programm“ auf: Die sympathischen Aspekte des althergebrachten Jägermeister-Images wurden extrahiert, fortgeführt und durch neue, ebenso freche wie „stylische“ Elemente (z. B. die Mac-ähnliche Navigation auf der Jägermeister-Homepage www.jagermeister.com) angereichert.  So verjüngt Jägermeister nicht nur sein Erscheinungsbild, sondern schafft zugleich den Spagat zwischen alter und neuer Zielgruppe: Aus dem Logo mit dem Hirschkopf entsteht eine komplette eigene Jägermeister-Welt, in der das „wilde“ Tier als Sympathieträger fungiert und der Wald zum vielfältigen Spaß- und Lifestyle-Kosmos aufblüht. Das Produkt Jägermeister gewinnt auf diese Weise ein ganz neues Eigenleben, das Traditionalisten und Trendsetter gleichermaßen anzusprechen in der Lage ist.

Wie das funktioniert? Sicher lässt sich der Erfolg eines Image-Wechsels nicht bis ins letzte Detail planen. Marken, denen eine solche Frischzellenkur gelingt, dürfen sich auch über das Glück freuen, den Puls des Zeitgeists genau im richtigen Moment getroffen zu haben.

Die perfekte Website – mehr als ein virtuelles Schaufenster

Wie oft haben Sie sich im Web schon geärgert über Sites, die zwar ein schickes Flash-Intro bieten, aber auf denen man die Informationen mit der Lupe suchen muss? Sites, deren Menüführung jeglicher Logik entbehrt? Sites, die in Ihrem Browser nicht richtig dargestellt werden? Sites, die kleine Ewigkeiten brauchen, bis sie geladen sind.

Machen Sie es selber besser. Sie wissen: Zeit ist Geld. Eine Website muss den User zwar ansprechen, ist aber in erster Linie nicht virtuelle Spielwiese, sondern Kommunikations-, Informations- und Marketing-Kanal. Im Vordergrund stehen Benutzerfreundlichkeit und die richtigen Inhalte für Ihre B2B- oder B2C-Zielgruppe. Gleichzeitig sollte sich Ihr Internet-Auftritt in Optik, Benutzerführung und Tonality perfekt in Ihr Corporate Design einfügen – damit sich der User sofort bei Ihnen „daheim“ fühlt.

Lassen Sie sich Zeit bei der Gestaltung Ihres Webauftritts. Legen Sie Wert auf eine originelle, unverwechselbare Präsentation. „Schnellschüsse“ führen oft zu fatalen Fehlern, die den Benutzern den Spaß verderben. Schlagen Sie stattdessen zwei Fliegen mit einer Klappe: Sorgen Sie mit relevanten Keywords dafür, dass Ihre Site über Suchmaschinen auch gefunden wird – finden Sie hierfür heraus, welche Begriffe potenzielle Kunden tatsächlich nutzen, wenn sie nach Angeboten wie Ihren suchen. Locken Sie die User immer wieder auf Ihre Site – mit interessantem, regelmäßig aktualisiertem Content. Mit einer klaren Struktur und flexibler Navigation, die in Sekundenschnelle zum gewünschten Ziel führt.

Und denken Sie daran: Das Internet eignet sich nicht nur für die einseitige Kommunikation. Nutzen Sie es nicht nur, um ihre Produkte und Leistungen wie in einem Schaufenster auszustellen. Treten Sie über Ihre Website in einen aktiven Dialog mit Ihrer Zielgruppe – etablieren Sie Diskussionsforen und Communities. Bieten Sie Services und Support explizit über das Internet an. Damit steigern Sie nicht nur Klickraten, sondern machen Ihre Website zu einem effizienten Instrument der Kundengewinnung und -bindung – mit messbaren Erfolgen!