Marke mit Herkunftsgarantie

Hand aufs Herz: Wenn wir jemanden kennenlernen, wollen wir wissen, wo er herkommt. Welchen persönlichen Hintergrund er hat. Welche Geschichte die Persönlichkeit ausmacht. Und wenn einer ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit macht, sind wir geneigt zu denken, da ist was faul. Das Vertrauen erleidet Schiffbruch.

Warum sollte es bei Produkten anders sein. Gerade in Zeiten der Lebensmittelskandale, der Vertuschungen, der Gewinnmaximierung auf Kosten der Qualität wollen wir sichergehen, was wir kaufen. Woher das Produkt kommt, das wir mit nach Hause nehmen. Schluss mit den Etikettenschwindeln, wir wollen endlich wissen, wie wir die „guten“ Hersteller von den schwarzen Schafen unterscheiden können!

Findige Werber wie Leagas Delaney in Hamburg haben erkannt, dass es nicht mehr reicht, die Vorzüge eines Produkts anzupreisen. Denn die Verbraucher sind misstrauisch geworden. Es gilt also herauszufinden, wie sich mit einer Marke das Vertrauen des Konsumenten gewinnen lässt. Indem man zuhört, was den Kunden auf den Nägeln brennt. Und dann mit offenen Karten spielt.

Im Falle von Lebensmitteln geht es den Konsumenten zunehmend um Themen wie Nachhaltigkeit, Freiheit von chemischen Zusätzen oder genmanipulierten Stoffen. Umweltschutz und gesunde Ernährung. Die Sicherheit, dass kein Industriemüll auf dem eigenen Teller landet. Leagas Delaney antwortet darauf mit der Entwicklung der Bio-Tiefkühlmarke Followfish für den Hersteller Fish & More. Das Prinzip: Vertrauen schaffen, indem man dem Kunden detailliert den Produktionsweg vom Fanggrund bis zum Tiefkühlregal offenlegt. Dies geschieht mit Hilfe eines Tracking-Codes, den der Kunde auf jeder Packung findet und mit dem sich über die Website des Herstellers die Herkunft des gekauften Fisches bis ins Detail nachvollziehen lässt. Einziger Nachteil: Man muss das Produkt erst kaufen, um den Code prüfen zu können. Wünschenswert wäre, dass der Kunde dies bereits direkt im Laden tun könnte.

Followfish kommt beim Konsumenten gut an. Auch wenn die Produkte etwas hochpreisiger sind als andere Tiefkühlfischerzeugnisse. Aber Ehrlichkeit währt eben doch am längsten – und tut obendrein der Marke gut.

Mobile Tagging – die unerschöpfliche Vielfalt der codierten Welten

Die Logistik der Paketdienste wäre ohne sie undenkbar. Sie finden sich auf den Tickets der Deutschen Bahn und auf den Boarding-Karten der Fluggesellschaften: sogenannte QR-Codes (Quick Response Codes), meist quadratisch und briefmarkengroß, die aussehen wie willkürlich angeordnete schwarze und weiße Bildpunkte eines Computerspiels aus den Pionierzeiten der digitalen Unterhaltung.

Im Grunde lassen sich über QR-Codes beliebige Informationen transportieren – besonders vielfältig sind dabei die Möglichkeiten via „Mobile Tagging“ mit Mobiltelefonen: Die Bandbreite reicht von Zahlungs- und Abrechnungssystemen über crossmediale Werbekampagnen bis hin zu Info-Points auf Messen, in Museen und Ausstellungen. Ein Beispiel aus der Werbe-Welt: Der User fotografiert mit seiner Handy-Kamera einen QR-Code von einem Plakat oder aus einer Zeitschrift ab. Ein auf dem Mobiltelefon installierter Decoder entschlüsselt die enthaltene Information und ermöglicht so den interaktiven Zugriff auf weitere Inhalte etwa im Web. Dabei kann es sich um Produktbeschreibungen ebenso handeln wie um Gewinnspiele oder den Download von Grafiken und Klingeltönen.

Sowohl in Japan als auch in den USA ist Mobile Tagging für breite Bevölkerungsschichten bereits seit Jahren etwas Alltägliches. In Europa steht der große Siegeszug erst noch bevor. Eigentlich schade – denn wieder einmal erschwert ein Wirrwarr unterschiedlicher Standards die effiziente Nutzung des ganzen Potenzials der genial einfachen Technologie. Und sicher muss auch die Awareness der Handynutzer für das System noch deutlich gesteigert werden – mit reichhaltigen und verlockenden Mobile-Tagging-Angeboten und einem Höchstmaß an Bedienkomfort durch ab Werk vorinstallierte universelle QR-Reader.